27.01.2020

Krisenmanagement Life im Wohnzimmer



Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Online-Videotheken werden auf der Suche nach „Outbreak“, „Contagion“ oder ähnlichen Pandemie-Klassikern gestürmt. Der stärkste Sektor in diesen Tagen logisch, Telekommunikation. Alle wollen Alles, sofort und Life, wissen.

Inzwischen schält sich die biologische Wahrheit etwas aus den Stories heraus. Virologen haben anhand des Genoms des Virus‘ bereits so Einiges herausgefunden. Es war einmal eine Fledermaus, die hatte gesundheitliche Probleme, ein Grippevirus machte ihr zu schaffen. Das überlebte sie nicht, sie fiel zu Boden und eine Schlange erbarmte sich und hatte einige Zeit danach keinen Hunger mehr. Die Schlange konnte sich aber nicht lange an diesem Mahl erfreuen, denn sie wurde gefangen, auf den Markt nach Wuhan gebracht und dort im Sonderangebot verkauft. Kurz danach gab‘s die Schlange nicht mehr, dafür waren ein paar Chinesen satt. Die Hungerkette fand hier ein Ende, denn die Gourmets hatten nicht lange Freude am Schlangenmahl. Es zeigte sich, dass die Rache der Fledermaus ein mutiertes Grippevirus war das, aufgrund des ziemlich ähnlichen Genoms der Fledermaus zu den Menschen, begann die chinesischen Esser als Wirt zu nutzen. Hätten die Chinesen die Schlange gebraten, gekocht oder einfach nur ordentlich erhitzt wäre das alles nicht passiert, aber hätte, wäre … wir kennen das. Die Tücken lokaler Feinschmeckereien, unser Gott des Schnitzels schau herunter.

Jetzt haben wir den Virus-Salat. Aber wir haben auch eine umfassende und in dieser Art vorher noch kaum geübte Reaktion Chinas. Ganze Städte wurden sofort unter Quarantäne gesetzt. Bauliche Maßnahmen der umfassenden Art umgehend ein- und umgesetzt. So beispielsweise wird gerade ein Spital für 1.000 Patienten in sieben (7!) Tagen aus dem Boden Wuhans gestampft. Und parallel dazu beginnen Virologen auf der ganzen Welt den Umfang, die Parallelitäten zu anderen vorherigen Infektionen und auch die mögliche Bekämpfung bzw. den Schutz vor Ansteckung zu überdenken und zu bewerten.

Als erstes Ergebnis gelangte man zur Erkenntnis, dass es sich um ein weniger aggressives Virus handeln dürfte als bisher angenommen. Relatives Aufatmen. Klingt zynisch, aber ist eine Erleichterung: die so genannte Mortalitäts-Rate liegt nur halb so hoch wie bei einer „normalen“ Grippe. Der Virenstamm ist ebenso bekannt. In die Labors und Pharmakonzerne der Welt kehrt langsam aber doch wieder etwas an konzentrierter Entspannung ein. Einzig China gibt weiter Vollgas.

In unserer Welt voller Transparenz gewinnt kurzfristig natürlich immer die attraktivste Verschwörungstheorie (bevor sie wie unsere Fledermaus in die Geschichte eingeht). Eine dieser Theorien besagt, dass die Art und Weise mit der China sich diesem Vorfall stellt nichts anderes sei als eine gewaltige Zivilschutzübung. Nicht, dass es den Coronavirus nicht gäbe. Er ist Faktum und er ist definitiv gefährlich. Aber in einem Land, das sich des umfassenden, auf welche Art auch immer erhaltenen, technologischen Wissens rühmt, ist der Test seiner eigenen vermeintlichen Stärke ein enorm wertvolles Gut. Zu wissen was man hat ist Eines, es aber anwenden und real testen zu können etwas Anderes. China wird nun sämtliche Technologie und Software nutzen um seine internen Prozesse (und da sind ausnahmsweise nicht die gerichtlichen gemeint) einem Life-Test zu unterwerfen. Flugverkehr, Nahverkehr, Nahversorgung, Quarantäne-Organisation, Forensik inklusive Gesichtserkennungssoftware (wer hat die blöde Schlange wirklich gegessen?) und der Bewegungsanalyse sämtlicher involvierter Personen. Quasi Onkel Doktor weiß vor seinen Patienten wer krank ist. Zusätzlich wird die internationale Kommunikation auf neue Belastungen justiert. Je schneller und umfassender über Flugreisende und deren Bewegungsprofil Informationen fließen umso schneller wird man mögliche Ansteckungen erkennen bzw. ihnen begegnen können. Ebola war bereits vor vier Jahren so ein globaler Test.

Corona ist es heute mit Sicherheit.



27.01.2020

Krisenmanagement Life im Wohnzimmer



Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Online-Videotheken werden auf der Suche nach „Outbreak“, „Contagion“ oder ähnlichen Pandemie-Klassikern gestürmt. Der stärkste Sektor in diesen Tagen logisch, Telekommunikation. Alle wollen Alles, sofort und Life, wissen.

Inzwischen schält sich die biologische Wahrheit etwas aus den Stories heraus. Virologen haben anhand des Genoms des Virus‘ bereits so Einiges herausgefunden. Es war einmal eine Fledermaus, die hatte gesundheitliche Probleme, ein Grippevirus machte ihr zu schaffen. Das überlebte sie nicht, sie fiel zu Boden und eine Schlange erbarmte sich und hatte einige Zeit danach keinen Hunger mehr. Die Schlange konnte sich aber nicht lange an diesem Mahl erfreuen, denn sie wurde gefangen, auf den Markt nach Wuhan gebracht und dort im Sonderangebot verkauft. Kurz danach gab‘s die Schlange nicht mehr, dafür waren ein paar Chinesen satt. Die Hungerkette fand hier ein Ende, denn die Gourmets hatten nicht lange Freude am Schlangenmahl. Es zeigte sich, dass die Rache der Fledermaus ein mutiertes Grippevirus war das, aufgrund des ziemlich ähnlichen Genoms der Fledermaus zu den Menschen, begann die chinesischen Esser als Wirt zu nutzen. Hätten die Chinesen die Schlange gebraten, gekocht oder einfach nur ordentlich erhitzt wäre das alles nicht passiert, aber hätte, wäre … wir kennen das. Die Tücken lokaler Feinschmeckereien, unser Gott des Schnitzels schau herunter.

Jetzt haben wir den Virus-Salat. Aber wir haben auch eine umfassende und in dieser Art vorher noch kaum geübte Reaktion Chinas. Ganze Städte wurden sofort unter Quarantäne gesetzt. Bauliche Maßnahmen der umfassenden Art umgehend ein- und umgesetzt. So beispielsweise wird gerade ein Spital für 1.000 Patienten in sieben (7!) Tagen aus dem Boden Wuhans gestampft. Und parallel dazu beginnen Virologen auf der ganzen Welt den Umfang, die Parallelitäten zu anderen vorherigen Infektionen und auch die mögliche Bekämpfung bzw. den Schutz vor Ansteckung zu überdenken und zu bewerten.

Als erstes Ergebnis gelangte man zur Erkenntnis, dass es sich um ein weniger aggressives Virus handeln dürfte als bisher angenommen. Relatives Aufatmen. Klingt zynisch, aber ist eine Erleichterung: die so genannte Mortalitäts-Rate liegt nur halb so hoch wie bei einer „normalen“ Grippe. Der Virenstamm ist ebenso bekannt. In die Labors und Pharmakonzerne der Welt kehrt langsam aber doch wieder etwas an konzentrierter Entspannung ein. Einzig China gibt weiter Vollgas.

In unserer Welt voller Transparenz gewinnt kurzfristig natürlich immer die attraktivste Verschwörungstheorie (bevor sie wie unsere Fledermaus in die Geschichte eingeht). Eine dieser Theorien besagt, dass die Art und Weise mit der China sich diesem Vorfall stellt nichts anderes sei als eine gewaltige Zivilschutzübung. Nicht, dass es den Coronavirus nicht gäbe. Er ist Faktum und er ist definitiv gefährlich. Aber in einem Land, das sich des umfassenden, auf welche Art auch immer erhaltenen, technologischen Wissens rühmt, ist der Test seiner eigenen vermeintlichen Stärke ein enorm wertvolles Gut. Zu wissen was man hat ist Eines, es aber anwenden und real testen zu können etwas Anderes. China wird nun sämtliche Technologie und Software nutzen um seine internen Prozesse (und da sind ausnahmsweise nicht die gerichtlichen gemeint) einem Life-Test zu unterwerfen. Flugverkehr, Nahverkehr, Nahversorgung, Quarantäne-Organisation, Forensik inklusive Gesichtserkennungssoftware (wer hat die blöde Schlange wirklich gegessen?) und der Bewegungsanalyse sämtlicher involvierter Personen. Quasi Onkel Doktor weiß vor seinen Patienten wer krank ist. Zusätzlich wird die internationale Kommunikation auf neue Belastungen justiert. Je schneller und umfassender über Flugreisende und deren Bewegungsprofil Informationen fließen umso schneller wird man mögliche Ansteckungen erkennen bzw. ihnen begegnen können. Ebola war bereits vor vier Jahren so ein globaler Test.

Corona ist es heute mit Sicherheit.