21.03.2012

Alle zehn Jahre einmal …



Wir sind es ja gewohnt in Zyklen zu denken. Mal in kürzeren, mal in längeren. Vom Minutenchart zu Kondratjew und wieder retour. Täglich drei Mal. Und manchmal steht ein wirklich langfristiger Trendbruch vor einem. Das dürfte jetzt mit den Anleihen der Fall sein.

Bonds kennen seit 11 Jahren nur mehr eine Richtung. Nach Oben. Die „Flucht“ in Bonds war nachhaltig und durch Inflationsbekämpfung, Rezession, Finanzkrisen und politische Krisen unterstützt. Bis auf ein Niveau das man fast nur mehr kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen musste. Negativzinsen in Euroland, wer hätte das gedacht.

Doch jetzt mehren sich die Anzeichen, dass es mit diesen goldenen Zeiten für „Rentner“ vorerst vorbei ist. Die wirtschaftliche Erholung geht schneller und auf höherem Niveau als angenommen vonstatten. Die Geldschwemme der Notenbanken wird demnächst, wenn nicht versiegen, so doch geringer werden. Die Inflation, selbst wenn man die offiziellen Zahlen als nach unten geschönt erkennt, liegt zumeist über jener für Staatsanleihen, und negative Realrenditen waren ja in der Vergangenheit immer von kurzer Dauer. Und sollten auch die Energiepreise weiter anziehen, wer weiss ob die Inflation nicht weiter steigt? Watch out Iran.

Und der Markt reagiert. US-Treasuries, obwohl durch eine steile Zinskurve geschützt vor allzu heftigen Leerverkäufen (je steiler die Kurve umso teurer der Short), beginnen zu bröckeln. Der Bund Future hat eine der schwächsten Wochen hinter sich und in Euroland tendieren zusätzlich die Spreads, dank einer unfassbar dilettantischen Behandlung des Griechenland-Themas durch Europas Finanzpolitik (trotz „Freiwilligkeit“ die CAC’s auszulösen, die CDS somit zu rechtfertigen, damit einen „Default“ zu bestätigen und danach so zu tun als ob das alles nicht passiert wäre weil ja sonst Euroland völlig unglaubwürdig wäre, ist einfach unerträglich zu akzeptieren), erneut auseinander.

Die Aktienmärkte erhalten dadurch Stück für Stück den langersehnten nachhaltigen Rückenwind. Nicht allein die sporadische Geldschwemme der Notenbanken, sondern die Erwartung eines langfristigen positiven Returns gegenüber Staatsanleihen lässt Investoren nachdenken und agieren.

Endlich.



21.03.2012

Alle zehn Jahre einmal …



Wir sind es ja gewohnt in Zyklen zu denken. Mal in kürzeren, mal in längeren. Vom Minutenchart zu Kondratjew und wieder retour. Täglich drei Mal. Und manchmal steht ein wirklich langfristiger Trendbruch vor einem. Das dürfte jetzt mit den Anleihen der Fall sein.

Bonds kennen seit 11 Jahren nur mehr eine Richtung. Nach Oben. Die „Flucht“ in Bonds war nachhaltig und durch Inflationsbekämpfung, Rezession, Finanzkrisen und politische Krisen unterstützt. Bis auf ein Niveau das man fast nur mehr kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen musste. Negativzinsen in Euroland, wer hätte das gedacht.

Doch jetzt mehren sich die Anzeichen, dass es mit diesen goldenen Zeiten für „Rentner“ vorerst vorbei ist. Die wirtschaftliche Erholung geht schneller und auf höherem Niveau als angenommen vonstatten. Die Geldschwemme der Notenbanken wird demnächst, wenn nicht versiegen, so doch geringer werden. Die Inflation, selbst wenn man die offiziellen Zahlen als nach unten geschönt erkennt, liegt zumeist über jener für Staatsanleihen, und negative Realrenditen waren ja in der Vergangenheit immer von kurzer Dauer. Und sollten auch die Energiepreise weiter anziehen, wer weiss ob die Inflation nicht weiter steigt? Watch out Iran.

Und der Markt reagiert. US-Treasuries, obwohl durch eine steile Zinskurve geschützt vor allzu heftigen Leerverkäufen (je steiler die Kurve umso teurer der Short), beginnen zu bröckeln. Der Bund Future hat eine der schwächsten Wochen hinter sich und in Euroland tendieren zusätzlich die Spreads, dank einer unfassbar dilettantischen Behandlung des Griechenland-Themas durch Europas Finanzpolitik (trotz „Freiwilligkeit“ die CAC’s auszulösen, die CDS somit zu rechtfertigen, damit einen „Default“ zu bestätigen und danach so zu tun als ob das alles nicht passiert wäre weil ja sonst Euroland völlig unglaubwürdig wäre, ist einfach unerträglich zu akzeptieren), erneut auseinander.

Die Aktienmärkte erhalten dadurch Stück für Stück den langersehnten nachhaltigen Rückenwind. Nicht allein die sporadische Geldschwemme der Notenbanken, sondern die Erwartung eines langfristigen positiven Returns gegenüber Staatsanleihen lässt Investoren nachdenken und agieren.

Endlich.