27.03.2007

No time for Indexbuyers



Volkswirtschaft: Polka-Tanzen ...
Alles dreht sich. Einmal ist Europa vorne, dann wieder die USA: Trotz der drohenden Bankenpleiten im Zuge der fallenden Housings, hält die Fed die Kapitalmärkte in Laune indem sie das Ende der Zinserhöhungen für die USA indirekt predigt. Gleichzeitig signalisieren einige Indikatoren in Europa eine Beruhigung des positiven Konjunkturtrends. Erlaubt sei die Frage, ob wirklich jemand ernsthaft geglaubt hat, die US-Fed hätte eine Rezession mit weiteren Zinserhöhungen riskiert. Und wenn es in USA so freundlich aussieht, kann man sich auch wieder mehr Benzin an der Tankstelle leisten, Öl im leisen Aufwind bei 62,- US$/Crude. Gold und Silber bei 658,- respektive 13,2 US$/oz. Euro-Dollar bei 1,326; Euro-Yen bei 156,8 !!! (nachdem man bereits unter 152 war).

Aktien: Gier schlägt Angst !
Einige M&A Stories haben die Bären in die Flucht geschlagen. Trotz der evidenten volkswirtschaftlichen Risken dominierten letzte Woche Übernahmen und potentielle Übernahmen die Bewegungen an den Börsen. Prominent angeführt vom wahrscheinlichen Zusammenschluss von Barclays und ABN/Amro. Ein Zeichen, dass „nichts mehr unmöglich ist“. Das Profit Warning von Motorola hat „keiner gehört“. Perception is Reality. Ach ja, und in Österreich ist Böhler-Uddeholm vom Markt zum Übernahmekandidaten gekürt worden...

Performance (ytd):
DJStoxx50E: 1,7%
S&P500: 3,5%
ATX +4,3%

Sektoren (Europa, Woche):
Plus: Automobile Minus: Einzelhandel

Highflyer/Lowflyer (Woche):
Stoxx50Euro: ABN/Amro (+19%) / Alcatel (- 3%)
ATX: BWIN (+ 20%%) / Böhler-Uddeholm (-14%)

Renten: Des einen Freud …
Wie die letzten Wochen ... Aktiendominierte Rentenmärkte. Interessant ist aber doch: den Aktienmärkten genügt die US-Fed-Ankündigung keine Zinserhöhungen mehr für 2007 zu planen, den Rentenmärkten scheinbar nicht. Wenig verwunderlich, das Inflationsgespenst lässt sich durch Notenbanker mit Worten allein nicht bannen.

Die 3 Monats-Gelder:
USA: 5,06%
Euroland: 3,88%
Japan: 0,65

Die 10-Jahres-Zinsen:
USA: 4,61%; Die Inversität spricht eine deutliche Sprache! Euroland: 4,0%; flach, flacher, Euro;
Japan: 1,62%; normal steil;

Marktausblick
Volkswirtschaft:
USA: Consumer Confidence, Durable Goods, GDP;
Europa: IFO Geschäftsklima, M3 (EU), Inflation (EU);

Aktien: Glauben was man glauben will !
Machen wir uns nichts vor, was derzeit an den Aktienmärkten gespielt wird, hat in manchen Bereichen durchaus zynische Züge. Eine desaströse Finanzlandschaft innerhalb der US-Mortgage Lenders hält die „Bullen“ nicht davon ab, Wachstum überall zu sehen. Und sei es nur durch M & A. Charttechnik wird als gleichwertiges Argument einem abkühlenden Wirtschaftswachstum entgegengesetzt. Und kurzfristig dominierte News beginnen die Investments zu überlagern. Dagegen lauert das Inflationsgespenst und eine in der US-Zinskurve seit längerem evidente rezessive Tendenz innerhalb der US-Wirtschaft. Klar sind steigende Märkte mehr sexy als fallende, aber deswegen ein pauschales Kaufurteil abzugeben wäre tückisch. Derzeit dominiert noch die M&A-Fantasie und vielerorts zu recht. Eine sorgfältige Analyse der Chancen und Risikoprofile ist aber in Tagen wie diesen ein unabdingbares Muss. Herdenverhalten kann hier tödlich sein. No time for Indexbuyers.

Renten: Auch alte Hüte können einem gut stehen …
Auch wenn man es schon oft an dieser Stelle gelesen hat, die Rentenmärkte sind oft schlauer als die Aktienmärkte. Volkswirtschaftlich dominierte Investitionsentscheidungen sind zwar „langsamer“, aber um nichts weniger effizient. Der Zustand der US- und Euro-Zinskurven lässt an einem linear positiven Konjunkturszenario mehr als zweifeln. Enttäuschungen vorprogrammiert. Von kurzfristigen Schwankungen der Rentenmärkte sollte man sich daher nicht irritieren lassen.

Globale Strategie:
Aktien untergewichten, Stock picking
Renten neutral
Cash übergewichten
Commodities übergewichten

Technische Analyse:
Aktien Luft wird dünner;
Renten Bund Future: Korrektur, Unterstützung bei 115-,;
Gold bullish; Crude bullish;
Euro/Dollar US$-Schwäche; Euro/Yen Yen-Stärke



27.03.2007

No time for Indexbuyers



Volkswirtschaft: Polka-Tanzen ...
Alles dreht sich. Einmal ist Europa vorne, dann wieder die USA: Trotz der drohenden Bankenpleiten im Zuge der fallenden Housings, hält die Fed die Kapitalmärkte in Laune indem sie das Ende der Zinserhöhungen für die USA indirekt predigt. Gleichzeitig signalisieren einige Indikatoren in Europa eine Beruhigung des positiven Konjunkturtrends. Erlaubt sei die Frage, ob wirklich jemand ernsthaft geglaubt hat, die US-Fed hätte eine Rezession mit weiteren Zinserhöhungen riskiert. Und wenn es in USA so freundlich aussieht, kann man sich auch wieder mehr Benzin an der Tankstelle leisten, Öl im leisen Aufwind bei 62,- US$/Crude. Gold und Silber bei 658,- respektive 13,2 US$/oz. Euro-Dollar bei 1,326; Euro-Yen bei 156,8 !!! (nachdem man bereits unter 152 war).

Aktien: Gier schlägt Angst !
Einige M&A Stories haben die Bären in die Flucht geschlagen. Trotz der evidenten volkswirtschaftlichen Risken dominierten letzte Woche Übernahmen und potentielle Übernahmen die Bewegungen an den Börsen. Prominent angeführt vom wahrscheinlichen Zusammenschluss von Barclays und ABN/Amro. Ein Zeichen, dass „nichts mehr unmöglich ist“. Das Profit Warning von Motorola hat „keiner gehört“. Perception is Reality. Ach ja, und in Österreich ist Böhler-Uddeholm vom Markt zum Übernahmekandidaten gekürt worden...

Performance (ytd):
DJStoxx50E: 1,7%
S&P500: 3,5%
ATX +4,3%

Sektoren (Europa, Woche):
Plus: Automobile Minus: Einzelhandel

Highflyer/Lowflyer (Woche):
Stoxx50Euro: ABN/Amro (+19%) / Alcatel (- 3%)
ATX: BWIN (+ 20%%) / Böhler-Uddeholm (-14%)

Renten: Des einen Freud …
Wie die letzten Wochen ... Aktiendominierte Rentenmärkte. Interessant ist aber doch: den Aktienmärkten genügt die US-Fed-Ankündigung keine Zinserhöhungen mehr für 2007 zu planen, den Rentenmärkten scheinbar nicht. Wenig verwunderlich, das Inflationsgespenst lässt sich durch Notenbanker mit Worten allein nicht bannen.

Die 3 Monats-Gelder:
USA: 5,06%
Euroland: 3,88%
Japan: 0,65

Die 10-Jahres-Zinsen:
USA: 4,61%; Die Inversität spricht eine deutliche Sprache! Euroland: 4,0%; flach, flacher, Euro;
Japan: 1,62%; normal steil;

Marktausblick
Volkswirtschaft:
USA: Consumer Confidence, Durable Goods, GDP;
Europa: IFO Geschäftsklima, M3 (EU), Inflation (EU);

Aktien: Glauben was man glauben will !
Machen wir uns nichts vor, was derzeit an den Aktienmärkten gespielt wird, hat in manchen Bereichen durchaus zynische Züge. Eine desaströse Finanzlandschaft innerhalb der US-Mortgage Lenders hält die „Bullen“ nicht davon ab, Wachstum überall zu sehen. Und sei es nur durch M & A. Charttechnik wird als gleichwertiges Argument einem abkühlenden Wirtschaftswachstum entgegengesetzt. Und kurzfristig dominierte News beginnen die Investments zu überlagern. Dagegen lauert das Inflationsgespenst und eine in der US-Zinskurve seit längerem evidente rezessive Tendenz innerhalb der US-Wirtschaft. Klar sind steigende Märkte mehr sexy als fallende, aber deswegen ein pauschales Kaufurteil abzugeben wäre tückisch. Derzeit dominiert noch die M&A-Fantasie und vielerorts zu recht. Eine sorgfältige Analyse der Chancen und Risikoprofile ist aber in Tagen wie diesen ein unabdingbares Muss. Herdenverhalten kann hier tödlich sein. No time for Indexbuyers.

Renten: Auch alte Hüte können einem gut stehen …
Auch wenn man es schon oft an dieser Stelle gelesen hat, die Rentenmärkte sind oft schlauer als die Aktienmärkte. Volkswirtschaftlich dominierte Investitionsentscheidungen sind zwar „langsamer“, aber um nichts weniger effizient. Der Zustand der US- und Euro-Zinskurven lässt an einem linear positiven Konjunkturszenario mehr als zweifeln. Enttäuschungen vorprogrammiert. Von kurzfristigen Schwankungen der Rentenmärkte sollte man sich daher nicht irritieren lassen.

Globale Strategie:
Aktien untergewichten, Stock picking
Renten neutral
Cash übergewichten
Commodities übergewichten

Technische Analyse:
Aktien Luft wird dünner;
Renten Bund Future: Korrektur, Unterstützung bei 115-,;
Gold bullish; Crude bullish;
Euro/Dollar US$-Schwäche; Euro/Yen Yen-Stärke